Celtii-Nordica


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Sabuko

Bewohner > Freunde

Geboren wurde ich im Jahr des Drachen in der Stunde des Pferdes 2377 nL als erster Sohn des SakuraTseTzungSanLo, des ehrenwerten Fürsten TseTzung des Sakura Clans, des Clans der Kirschblüten im TsaiChen-Tal. Genannt werde ich SakuraSuZakuSan, was soviel bedeutet wie der ehrenwerte SuZaku aus dem Clan der Kirschblüten. Im allgemeinen wird man jedoch den clanbezeichnenden Namen in der Anrede weglassen, da unsere in den Grundfarben Rot und Weiß getragenen Kleider uns als Angehörige des Sakura Clans ausweisen. Meine Mutter OkiKusanKurita und meine Erzieherinnen nennen mich mit meinem Milchnamen Sabuko, ebenso wie diese verwenden meine Freunde und mein Bruder diesen Spitznamen. Bürgerlich würde man mich anreden mit meinem Tsu und meinem Xing, also mit dem Vor- und dem Familiennamen, was dann SuZakuKurita hieße und bedeuten würde: SuZaku aus der Familie Kurita. Aber natürlich würde es niemand wagen, einen adeligen Murai und Schan Buschi mit seinem bürgerlichen Namen anzureden, denn dies würde vermutlich die sofortige Enthauptung des Unwürdigen nach sich ziehen.



„Die Teezeremonie ist die Kunst Tee zu trinken und sonst nichts.“

- Meister Dsen

Meine Familie lebt auf Schloss SuiMiya des gleichnamigen Fürstentums im mittleren Teil des TsaiChen-Tals, inmitten der südlichen Reisprovinzen, welche die fruchtbarsten Gebiete des gesamten Tals darstellen. Ganz in der Nähe liegt KiAnTsai, die Hauptstadt des Lehens mit ihren 30000 Einwohnern. In KiAnTsai gibt es eine berühmte Schwertschule, wo einige der alten Meister gelehrt haben und ihre Kunst noch lebendig geblieben ist. Darum ist die Stadt auch das Zenrum der Schwertkunst im gesamten TsaiChen-Tal. Durch diesen Teil des Tals fließt der mächtige Strom träge und breit dahin, gesäumt von schier endlosen Reisfeldern, die nur unterbrochen werden von den SchinDen, den großen Gütern der Adligen und SaMurai. An den Rändern des Tals klettern die Reisfelder terrassenförmig die Hänge hinauf um schließlich in einen prächtigen Mischwald aus Sugi, KuruMatsu und Nagi, also Sicheltannen, Schwarzkiefern und Steineiben aufzugehen, wobei der Sugi-Baum den Bergen ihren Namen verliehen hat - SugiSchan. Bei den TsaiJin, den Bewohnern des TsaiChen-Tals, sind diese Hölzer sehr beliebt, denn diese eignen sich hervorragend für den Bau von Tempeln, Häusern, Reisweinfässern und sogar Schiffen, da das Holz des Nagi-Baumes dem gefürchteten Schiffsbohrwurm widersteht. Allerdings braucht man zum Abholzen die Erlaubnis der den Wald bewohnenden Geister. Zu diesem Zweck befindet sich auch auf den Ländereien der Sugike-Tempel, einer der größten SchenMen-Schreine in ShinZu. Die Chen-Men Religion ist die älteste Religion in ShinZu mit starkem schamanistischen Einfluss.

Politisch betrachtet hat der Sitz meiner Familie im TsaiChen-Tal eine Schlüsselfunktion. Mein Vater zählt zu den mächtigsten und einflussreichsten Daimyos - der Clanfürsten - des gesamten Tals. Nur der SchiDoscha als Herrscher im TsaiChen-Tal und Statthalter des Yue Ti, des Jadekaisers und Vorsteher des SchiDoschat, übertrifft meine Familie an Macht und Einfluss. Der Grund hierfür ist neben der Weisheit mit der mein Vater herrscht die immens wichtige Aufgabe der Sakura, die Passstraße über das PanKuTun-Gebirge zu bewachen, welche direkt nach YenXuLu, der Festung der KuroKata, der schwarzen Adepten oder auch unsterbliche Mandarine wie sie sich selbst nennen, führt. Diese Festung, die angeblich ein Weltentor beschützen soll ist zugleich das Machtzentrum des KuraiAnat, der Magiergilde der schwarzen Adepten und eigentlichen Heren KuroKegaTi, wie wir den östlichen und südlichen Teil ShinZus bezeichnen. Das Leben hier könnte beinahe unbeschwert sein, abgesehen von den ständigen Kriegen und Überfällen der OrcaMurai, der Truppen der schwarzen Adepten, rekrutiert aus ShinZuern, die den Weg der tausend gegangen sind. Wenn man zu diesen Auserwählten gehört, so heißt es, wird man von den wilden Bestienkriegern nach YenXuLu gebracht, wo man mit dämonischen Kräften in einem grausigen Ritual zu einem der ihren gemacht wird. Solche Opferungen sind in ganz ShinZu gefürchtet und finden an jedem Chang- oder Mondfest statt, wobei der Beginn der Feierlichkeiten von Provinz zu Provinz unterschiedlich ist. Die Dörfer wählen ihre Opfer meist schon Tage im voraus aus, während die großen Städte dies in der Nacht vor dem Fest tun.

Neben diesen Unannehmlichkeiten, den ohnehin störenden Streiterein und Familienfehden der Clans und SaMurais die während eines Waffenstillstandes mit KuroKegaTi versuchen durch Intrigen ihre gesellschaftliche Position zu verbessern, gibt es noch ständige Überfälle und Plünderungen von Räubern und NoraMurais, herrenlose Krieger die ihre Ehre und ihr Lien, ihr Gesicht verloren haben und ein Leben in Schande und Schmach dem ehrenvolleren Seppuko vorziehen. Nie ganz sicherkann man auch vor Attentaten sein, es sei denn man pflegt keinen gesellschaftlichen Umgang. In ShinZu gilt die Regel, je höher das Ansehen um so gefährlicher das Leben. Solche Attentate werden von den NinYa ausgeführt, geheimen Sekten die in einem geheimen Kloster der schwarzen Adepten ausgebildet werden. Aber auch bei uns gibt es solche KageMurai Familien, die Schattenkrieger genannt. Jeder mächtige Clan bedient sich der Dienste einer solchen Familie. In den Diensten meines Vaters steht die Familie TienTiLian, die „weißen Tiger“ - ein Zweig der berühmt-berüchtigten HuiLian Familie. Das Oberhaupt ist MaTseMura, einer der alten Meister. Er ist einer der letzten Schmiede, die sich darauf verstehen echte SaMurai Schwerter - Katana - herzustellen. Solche Schattenkrieger haben keinerlei Angehörige und sind der Bruderschaft, die in solchen Kreisen den Clan ersetzt, absolut treu ergeben.

Wie bereits erwähnt sind die eigentlichen Herren des östlichen und südlichen Teil ShinZus die schwarzen Adepten, von denen es heißt, dass sie selbst Dämonen sind und unsterblich seien. Während die politische Lage im übrigen Teil des Landes also eher vage bekannt ist, herrscht im TsaiChen-Tal selbst nach 800 Jahren der Spaltung des Landes ein feudalistisches System, ein Erbe der Tschu-Dynastie von vor ungefähr 2000 Jahren. Während die Bauern mit den Schang, den Kaufleuten, die unterste Stufe in der gesellschaftlichen Ordnung bilden, wobei die Bauern gar keine Rechte besitzen, herrscht die Murai Kaste. Neben den Adligenund dem SchiDoscha sind die angesehensten Bewohner die SaMurai und die Kanagi, wobei der Rang eines San-Kanagi oder San-Kanami (ein weiblicher Priester) dem Stand eines SaMurai gleich ist. Neben der Kriegerkaste gibt es noch andere Adlige, die Nachkommen der alten Kaiserhäuser, die auf den Tag der Wiedervereinigung warten. Diese Adligen genießen zwar hohes Ansehen und Narrenfreiheit aufgrund ihrer Abstammung, so sind sie aber bei weitem nicht so einflussreich auf politischer Seite oder vermögend wie die SaMurai, denen sie auf der Tasche liegen und die sie nur dulden um ihr Lien nicht zu verlieren.

Ein weiterer Unterschied zum südlichen und östlichen Teil des Landes ist die Sitte, dass im TsaiChen-Tal der erste Sohn die Nachfolge antritt und dies nicht durch eine vergleichsweise komplizierte Kreuzheirat geregelt wird, bei welcher der Scheng das neue Oberhaupt der befreundeten Sippe wird, nachdem das alte Oberhaupt verstorben ist.

Aber nun genug der Einführung über einige interessante und wissenswerte Dinge über mein Land.

„Unschlagbarkeit liegt in der Verteidigung -

die Möglichkeit des Sieges im Angriff.“

-Meister Sunzi



Ich möchte nun fortfahren mit meiner eigenen Geschichte.

Zu beginnen wäre damit wohl am besten mit der Zeit nach der grundliegenden Erziehung durch die Bediensteten und Nebenfrauen meines Vaters, zu dem ich wie es in ShinZu üblich ist immer ein devotes Verhältnis hatte. Der Vater ist verehrungswürdig und nicht für Vertrautheiten im Verhältnis Vater - Sohn bestimmt. Da er ohnehin meist viel beschäftigt mit Regierungsangelegenheiten war, verbrachte ich die meiste Freizeit gemeinsam mit meinem etwas jüngeren Bruder Tengoku mit Ausflügen über die Ländereien des Lehens. Als ich 20 Jahre alt war bereisten wir die entfernt gelegenen Klöster der ButsuDo Sekte weit im Süden ShinZus. Wir waren viel in den verschiedenen Klöstern, in denen alte Schih, die Gelehrten ShinZus uns die Kunst des Heilens zu lehren versuchten. Doch ich für meinen Teil war viel mehr bestrebt ein ebenso guter wie tapferer Murai zu werden wie men Vater der Fürst. So verwendete ich viel mehr Zeit auf die Studien der Kampfkunst und zu diesem Zweck reisten wir in die besagten Klöster. Viele Male waren wir schon dort gewesen und jedes Mal kehrten wie mit neuen Übungen der kriegerischen WeTo Mönche, der Schan Buschi zurück. WeTo, der Gott des Krieges und der Schwerter ist in ShinZu bekannt als der Dämonenjäger schlechthin. Seine Geschichte habe ich schon nebst den schicklichen Sitten eines Fürstensohnes mit der Muttermilch eingesogen. WeTo war einstmals ein Mensch und hatte sich dem Kampf gegen Dämonen und bösen Geistern verschrieben. Mit seinem magischen Schwert richtete er in der Geisterwelt solche Verwüstungen an, dass sich eines Tages alle Hungergeister gegen ihn verschworen und ihn überfielen. Unter diesem Angriff litt sein Aussehen dermaßen, dass er sich außerstande sah, weiterhin einen geachteten Posten in der Gesellschaft einzunehmen und er beging Seppuku. Aufgrund seiner kämpferischen Leistungen wurde er jedoch zum Kriegsgott erhoben - nach Lesart der ButsuDo Jünger wurde er erleuchtet. Wegen der glücklichen Fügung in seinem Schicksal gilt WeTo auch als Gott des Glücks. Sein Symbol ist das Schwert und die Fledermaus und der heiligste Ort, den ich natürlich viele Male schon besucht habe, ist der Katori Schrein in KiAnTsai. Dort soll WeTo die Unterwelt betreten haben, wo die Yamakönige herrschen.

Und so begab es sich, dass wir eine weitere Reise zu den schon erwähnten Klöstern unternahmen. Doch auf dieser Reise sollte alles ganz anders werden. Schon als wir das Schattenmeer halb passiert hatten hörten wir aus einem nahegelegenen Waldstück die Schreie einer jungen Frau. Diese Frau war Shakiko, eine KageMurai der Familie TienTiLian und meiner spätere Braut. Sie wurde von einer Horde Gesetzloser überfallen, deren verabscheuungswürdige Absichten offensichtlich waren. In dem folgenden Kampf konnte Shakiko zwar entkommen, doch ich wurde so schwer verletzt, dass mir die Sinne schwanden. Als ich wieder erwachte war mein Bruder verschwunden. Ich folgte den Spuren in den LianHeiFeng, einen tiefen Sumpf. Noch benommen wie ich war geriet ich abermals in eine Falle. Das letzte was ich sah war mein Bruder, der von einer Truppe Orca Murai und zwei schwarzen Adepten gefangen genommen und dann verschleppt wurde. Als ich erneut erwachte, lag ich schon in einer kargen Klosterzelle des ButruDo Klosters. Alles schien darauf hinzudeuten, dass Tengoku den Weg der tausend gegangen war. Dieser Verdacht wurde einige Jahre später auf grausame Weise bestätigt, als ein Heer Orca Murais versuchte, durch unser Gebiet zu marschieren. In einer erbitterten Schlacht erblickte ich Tengoku, grausam entstellt und beinahe nichts menschliches mehr an sich. Er selbst schien mich nicht zu erkennen, aber er hatte wohl auch nur noch mehr den Verstand eines Tieres. Das war ein schwarzer Tag für die Sakuras und die Trauerfeinern dauerten viele Tage.

„Ein Mann von glanzlosem Äußeren !

Wäre er nicht besser tot?“

- Liki, 5. Kapitel


Doch wie alles im Leben hatte auch dieser unglückliche Umstand seine gute Seite. Durch die Rettung Shakikos unterbrach ich meinen damaligen Ausbildungsabschnitt und ging in die Lehre bei MaTseMura. Dies missfiel meinem Vater eigentlich, da die Fürsten des TsaiChen-Tals traditionsgemäß das Dao im umgang mit dem Kyu zu erkennen streben und anstelle des Kyus lernte ich nun die KageDo, die Schule des Schattens. Auf der einen Seite war es schon eine große Ehre für mich, da diese Fertigkeiten niemals an Außenstehende weitergegeben wurden, außer wenn ein KageMurai in der Schuld eines anderen steht. Mein Verhältnis in der folgenden Zeit zu Shakiko, ihrem Bruder Jin-Coh und MaTseMura wurde sehr intensiv. Ich bat um Shakikos Hand, doch mein Vater zögerte ob der Einwilligung zu dieser Ehe.

MaTseMura und sein Sohn wurden meine Freunde und das Verhältnis zu ihm Vater ähnelte dem zu meinem Großvater, der schon gestorben war. Er war es auch, der mit dieses besondere Katana zum Abschluss meiner Ausbildung schenkte.

Eigentlich hätte das alles noch eine gute Wende nehmen können, wenn da nicht noch Fürst ZugaiKotsu gewesen wäre.

Er war ebenfalls einer der Mächtigen im TsaiChen-Tal, doch von ruchloser und gewissenloser Art. Es war kein Geheimnis, dass er nach der Macht im SchiDoschat strebte und zu diesem Zweck gern die Sakuras aus dem Weg gehabt hätte. Bedauerlicherweise war er ein geschickter Intrigant. Obwohl seine Attentatsversuche auf die Mitglieder meiner Familie bisher alle fehlschlugen, gab es keine Beweise für seine Machenschaften. Es war so unmöglich, eine offene Anschuldigung vorzubringen, ohne das Lien zu verlieren. Doch wie wir alle erfahren sollten, blieb es bei weitem nicht bei den erfolglosen Versuchen, meinen Vater ermorden zu lassen. Niemand hat je erfahren wie es Zugaikotsu gelungen ist, aber er klagte die Sakuras des Hochverrats im SchiDoschat an und in der folgenden Gerichtsverhandlung legte er gefälschte, aber unwiderlegbare Beweise vor, dass mein Vater mit den schwarzen Adepten zusammen arbeitete, um den Fall des TsaiChen-Tals vorzubereiten. Dies löste eine unglaubliche Welle der Entrüstung aus. Ich erinnere mich noch gut an das erstarrte Gesicht meines Vaters, als er aus dem Gerichtshaus geführt wurde, aber nicht mehr als freier Mann. Welch’ ein Verlust der Ehre.

Ich besuchte noch in derselben Nacht Shakiko, um ihr zu berichten was geschehen war. So entging ich ungewollt aber glücklicherweise der Gefangennahme, denn Zugaikotsus Männer verhafteten an diesem Abend meine gesamte Familie und er selbst beanspruchte die Position meines Vaters im SchiDoschat. MaTseMura selbst bekam noch in dieser Nacht Besuch von einigen Murais des verräterischen Fürsten, nur um mich abzuholen, damit ich Seppuku begehen konnte. Doch Shakiko beschwor mich, mich nicht zu stellen und um unserer Liebe und um meines Vaters Willen zu fliehen um Zugaikotsu einst für diese Tat zu bestrafen. Ich zögerte, dies war gewiss nicht so ehrenvoll wie der Tod, aber der Sinn in diesem Plan entging mir nicht. Zugaikotsu würde alles zufallen und dies aus purer Ungerechtigkeit. Das durfte nicht geschehen. So beschloss ich mein Land zu verlassen um eines Tages zurückzukehren und meiner Familie wieder ihren gerechten Platz zukommen zu lassen. MaTseMura hielt die SaMurai Zugaikotsus so lange an den Toren seines Hauses auf, bis ich geflohen war. Ich werde es nie vergessen, dass er sein Leben und das Leben und die Ehre seiner ganzen Familie aufs Spiel gesetzt hat, denn wenn sie mich gesehen hätten, hätte auch er alles verloren. Aber so entkam ich durch die Opfer vieler Getreuen meines Vaters. Gerade als ich mit den Schatten der Wälder verschmelzen wollte, bemerkte ich einen Verfolger. Es war Jin-Coh, der mir folgte und seit diesem Tag nicht mehr von meiner Seite gewichen ist. Ob er auf Geheiß seines Vaters handelte oder nicht, hat er mir nie verraten. Aber es spielt auch keine Rolle.

Bevor wir die Landesgrenze überschritten und in unbekannte Gefilde vorstießen, erreichte mich die Nachricht, dass mein Vater davon abgehalten wurde sich zu töten und nun angekettet im Kerker Zugaikotsus sitzt. Welch’ eine Schande. Was jedoch aus dem Hofstaat geworden ist vermag ich nicht zu sagen, aber ich glaube, dass die meisten von ihnen hingerichtet wurden oder beim dem Versuch umkommen werden, Zugaikotsus Truppen Einhalt zu gebieten, falls er seine forderungen durchsetzen kann. MaTseMura musste sein Heiratsversprechen an Shakiko und mich auflösen und den Sakuras offiziell abschwören, so wie alle anderen Getreuen, Freunde und Anhänger meiner Familie uns aufgaben um ihr Lien nicht zu verlieren. Aber sie alle haben keine Wahl...

Möge WeTo meine Gebete erhören und mir zeigen, dass ich kein Feigling bin. Niemals wird eich ein NoraMurai werden, sondern ein SaMurai und SchanBuschi, der unrkannt deines Hauses umherzieht um seine Rache zu vollenden... eines Tages.

„Geschichte ShinZus? Wer dort Historiker wird,

der wäre bei uns allenfalls Märchenerzähler
geworden, und da hat sich seit den schwarzen

Adepten nichts geändert!“



- Sprichwort aus den Mittellanden




BuschiDo - Der Weg des Kriegers

  • Unverbrüchliche Treue gegenüber dem Lehnsherrn. Wohlgemeinte, mutige Kritik ist Pflicht, auch wenn ein ungnädig aufgenommener Vorschlag das Leben kosten kann.
  • Bereitschaft, jederzeit sein Leben hinzugeben, gilt es einen Feind des Lehnsherrn zu bekämpfen, kommt Flucht oder Gefangennahme nicht in Frage. Der SaMurai kämpft bis zum Tode und nimmt so viele Feinde wie möglich mit. Notfalls begeht er Seppuku, um der Gefangennahme zu entgehen. Es ist eine Ehre, als erster mit dem Feind zu kämpfen.
  • Dankesschulden an Dritte müssen auf jeden Fall gleichwertig, nicht unbedingt gleichartig beglichen werden.
  • Erweist sich ein unterlegener Feind durch Rede und Haltung als Mann edler Gesinnung, tötet man ihn nicht und lässt ihn in Ehren ziehen: BuschiNoNasake, die Milde des Kriegers.
  • Vergehen Dritter gegen den Lehnsherren oder die eigene Person müssen auf jeden Fall gerächt werden, auch wenn man lange Zeit auf eine Gelegenheit warten muss. Das Spektrum reicht von der Demütigung bis zur Blutrache.
  • Regeln der Schwertetikette sind peinlichst genau zu beachten. Das Schwert darf nicht verloren gehen oder außerhalb eines Kampfes zerstört werden. Das versehentliche oder absichtliche Berühren der eigenen Katana durch ein anderes Schwert ist eine Beleidigung.
  • Erweist man sich der vom Lehensherrn gestellten Aufgabe als nicht gewachsen, egal ob verschuldet oder nicht, ist man unwürdig und begeht Seppuku.
  • Es gilt überflüssigen Luxus zu meiden.
  • Ehre die Toten, denn sie warten auf dich. Bestattungen von Menschen ist Pflicht, denn sie könnten als TjingShih wiederkehren.
  • Es ist unehrenhaft einen zahlenmäßig unterlegenen Feind anzugreifen, es sei denn es besteht die Pflicht dazu oder es handelt sich um böse Wesen.
  • Es schickt sich nicht Häuser zu betreten in denen getrauert oder ein Kind geboren wird, es sei denn es ist in der eigenen Familie oder zur abschließenden Reinigungszeremonie.
  • Sinnlose Gewalt führt zu nichts und ist zu unterlassen.
  • Es ist ein Gebot sich rein zu halten und sich nach jeder Mahlzeit die Hände und den Mund mit Wasser zu reinigen.
  • Völlerei und ein übermäßiger Genuss von Rauschmitteln sind zu vermeiden, denn dies stört die Ki.
  • Es ist unehrenhaft zu lügen, doch hängt die Wahrheit oft von einem gewissen Standpunkt ab.
  • Es gilt sich in Enthaltsamkeit gegenüber dem anderen Geschlecht zu üben, solange man auf heiligem Boden verweilt, denn hier ist die Aufmerksamkeit den Göttern und Geistern zu widmen.

„Wie kann man angemessen trauern, wenn man nicht

weiß, in welcher Tonlage man zu weinen hat?” - Meister Kung




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